Frau Schnippenkoetter pilgert....
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Gestern Abend in Zubiri habe ich mit Laura gegessen. Sie kommt aus Kentucky und wird nach dem Camino nach Rom fliegen um dort ihren Freund zu treffen.

Wir unterhalten uns gut und treffen vor dem Essen im Restaurant noch zwei Mädels aus Korea und zwei Frauen von den Färöer Inseln.

Das Essen ist ok, der Wein sehr lecker! Die Pilgermenüs ansich fand ich persönlich immer ganz lecker. Immer 3 Gänge mit Wasser soviel man will und 1 Flasche Wein pro Person! Der Preis zwischen 7 und 12 Euro! Da kann man nicht meckern.

Von Eva werde ich mich im Laufe des Tages trennen, ich kann einfach nicht so langsam laufen und ich möchte auch weiter kommen. Also zuckel ich mit Laura weiter, die auch nicht soviel quatscht, also kann ich meinen Gedanken nachhängen.

Irgendwo stehen plötzlich Pferde auf dem Weg - die Situation ist urkomisch, weil wir mitten im Nichts plötzlich vor diesen Pferden stehen - oder die vor uns. Ich könnte mich kaputt lachen über dies seltsame Begegnung. Es sieht so aus als würden die Pferde eine innere Uhr besitzen und nur darauf warten, dass der Strom der Pilger einsetzt. Sie hoffen wohl auf ein Leckerchen.

Nachdem wir Pamplona erreicht haben trennen sich unsere Wege - Laura möchte weiter gehen, ich werde die "Casa Paderborn" ansteuern und dort dann auch Natascha treffen.

Der Weg heute war einfacher, ich habe zwar immer noch Schulterschmerzen, aber es war definitiv nicht so schwer wie die erste Etappe! Die wunderschöne Landschaft lässt mich immer wieder anhalten - ich staune über soviel Schönheit und freue mich hier zu sein!

Gegen 14.00 Uhr bin ich in der Casa Paderborn angekommen. Eine tolle Herberge, liebe Herbergseltern und ich warte geduldig im Garten auf die Zuteilung meines Bettes.

Dort sitzen schon einige Pilger, ich setze mich auf eine niedrige Steinmauer und werde freundlich begrüßt. Neben mir sitzt ein junges Mädchen und ich merke nach zwei Sätzen, das ist Natascha - die ja eigentlich erst am späten Nachmittag ankommen wollte!

In der Runde sind noch: Michael aus Berlin, Stefan aus Österreich, Gela, Horst und seine Frau , ein Ehepaar, Christian aus der Nähe von Kassel, Hans - der mit Christian zusammen geht und B. - der mir nach zwei Sätzen auf den Wecker fällt. Zu laut, er weiß alles und er ist mir einfach zu "deutsch" - er erfüllt wirklich alle Klischees! Außerdem ist dort noch Ulrika, die in der Schwarzwaldklinik arbeitet.

Später kommen Jochen und seine Frau aus Arnsberg dazu, ihren Namen habe ich vergessen.

Stefan führ Natascha und mich kurz durch die Stadt, wir reservieren einen Tisch für den Abend - in einem kleinen Restaurant. Danach gehen wir noch zusammen einkaufen, wir brauchen Verpflegung für den nächsten Tag: Brot, Wurst und etwas Käse.

Mit Natascha verstehe ich mich auf Anhieb, der Altersunterschied macht mir nichts aus und auch sie hat offensichtlich keine Probleme damit. Sie quatscht auch nicht ununterbrochen (das war mir sehr wichtig!) und ich hoffe auch, dass ich ihr nicht auf die Nerven gehe.

Am Abend machen wir uns auf zum Restaurant, dort sitzen die anderen aus der Herberge schon am Tisch und Natascha und ich gesellen uns dazu. Es ist ein lustiger Abend mit viel erzählen und lachen! Endlich kann ich wieder mal deutsch sprechen, das ist schon ein Unterschied ob man sich in seiner Muttersprache unterhält.

In der Casa Paderborn treffe ich dann abends Tomas, der in Schottland (oder wars Irland?) lebt und Imri aus Ungarn. Imri ist mir besonders aufgefallen am nächsten Morgen, kurz vor dem Aufbruch. Er stand vor seinem Bett und machte Morgengymnastik, eine Mischung aus Yoga und Meditation und Gymnastik. Ich habe ihn noch ein paar Mal dabei beobachten können - ein Mensch der eine innere Ruhe ausstrahlt... sowas hab ich selten erlebt.

Das Frühstück in der Casa Paderborn ist gigantisch! Die Herbergseltern bedienen die Pilger sogar und es ist so familiär, eigentlich will man gar nicht mehr weg! Ich bin so froh, dass ich dort übernachtet habe!

Eine Empfehlung an jeden Pilger, die Casa Paderborn! Auch wenn es die Herbergseltern nicht erreicht: Vielen Dank für die liebevolle Betreuung und Verpflegung !




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