Frau Schnippenkoetter pilgert....
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Gegen 7.00 Uhr trete ich zusammen mit Natascha vor die Tür und wir treffen Ulrika. Wir beschließen kurzfristig ein Stück zusammen zu gehen und nach ca. 50 Minuten sind wir aus der Stadt raus. Das Wetter ist schön, der Morgen hat so frische Luft und ich stelle plötzlich fest, dass ich meine Jacke in der Herberge vergessen habe! Eine Katastrophe, denn wenn es wirklich schlimm regnen sollte, dann wird mich der Poncho und die Fleecejacke nicht wirklich schützen können!

Zum Glück habe ich den Herbergsführer der Jakobusbruderschaft Paderborn mit allen Telefonnummern! Kurz angerufen, es war noch jemand dort, der mir die Jacke nach Puente la Reina mitnimmt! Denjenigen könnte ich grad küssen - egal ob Mann oder Frau!

Wir ziehen weiter den Camino entlang. Überall die Wegweiser, gelbe Pfleile, die Jakobsmuscheln und wenn man sich verlaufen hat oder gerade den falschen Weg einschlägt, sind da immer nette Spanier die einem den Weg weisen.

So sieht der typische Pilgerweg aus - lang und staubig und ab und an ein paar Pilger die man überholt, bzw. die an einem vorbei ziehen. Eine ganz tolle Atmosphäre herrscht hier auch zwischen den Pilgern. Es ist fantastisch, ich lasse mich treiben, erfreue mich an der Landschaft und führe wirklich gute Gespräche mit Natascha. Die Zeit vergeht wie im Flug und schon ist es fast mittag!

Der Anstieg zum Pilgerdenkmal ist schwer, wir machen kurz vorher eine Rast. Dort treffen wir dann Christian und Hans, die zwar viel später losgegangen sind, aber dennoch wesentlich früher am Ziel (Puente la Reina) ankommen werden.

Für alle die mich kennen, ich bin die Frau ganz links im Bild! Die Mitpilger werden mich erkennen, aber meine Freunde und Bekannten hier nicht. Wenn ich die Fotos zeige, dann fragt man mich oft, ob ich denn keine Fotos von mir hätte. Es ist manchmal so, als wäre ich ein anderer Mensch gewesen dort. Was ja nicht stimmt, aber ich habe vieles hier zurück gelassen und das sieht man sehr deutlich auf den Bildern.

 Der Anstieg war schwer, aber oben angekommen entschädigt die Landschaft und der Ausblick mal wieder für alle Strapazen. Abgesehen von dem Wind ist es hier oben herrlich! Die Sonne scheint, die Luft so klar und der Ausblick - gigantisch! Ich könnte Luftsprünge machen und kaum jemand kann sich diesem Gefühl entziehen.

Unser Ziel ist Puente la Reina, wir vereinbaren mit Hans und Christian, dass die uns ein Zimmer reservieren, bzw. in der ersten Herberge auf uns warten.

Wir haben Glück, gegen 14.00 Uhr erreichen wir Puente und bekommen ein Zimmer zusammen mit Ulrika, Tomas, Imri und Michael - dazu noch zwei fremde Pilger. Das Zimmer ist mit eigenem Bad und Toilette - ein Luxus der ganz selten ist und den ich sehr zu schätzen weiß.

Während wir draußen sitzen, nach der kleinen und großen Wäsche einen Kaffee trinken kommen nach und nach die anderen Pilger an. Michael hat meine Jacke mitgebracht und die Freude ist groß! Mensch bin ich froh, dass er die mitgeschleppt hat! Ein großer Freundschaftsbeweis, denn jedes Gramm mehr auf dem Camino ist eine Qual!

Wir ziehen kurz durch den Ort - der nicht wirklich viel zu bieten hat und reservieren uns einen Tisch für den Abend. Ich bin froh, dass ich die Wanderschuhe ausziehen kann, die sind shcwer und meine Allergie an den Fesseln macht das Pilgern nicht wirklich einfacher!

 Habe eine schlimme Blase an der rechten Ferse, mal schauen ob das Blasenpflaster hält was es verspricht!

Ich kann kaum ordentlich laufen, es schmerzt nicht, aber ich denke jede Sekunde daran! Wenn die Blase aufgeht und es sich entzündet ist mein Weg wohl schon zuende.

Die Allergie gegen die Wandersocken ist auch nicht zu erklären. Es sieht schlimmer aus als es ist.... und ich hoffe sehr, dass auch diese Millionen kleinen roten Pickelchen nicht aufgehen. Wie sollte ich damit weiterlaufen?

Die Allergiesalbe aus der Apotheke hilft mir gut, es scheint viel besser zu werden. Man bin ich froh!

Die Nacht in der Herberge ist ruhig und am nächsten Morgen ziehen Natascha und ich um 7.00 Uhr schon los.

Im Dorf trinken wir einen Cafe con leche und essen ein Croasan - wie immer!

Die Tagesetappe geht bis Estella.




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