Frau Schnippenkoetter pilgert....
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Der Weg ist schön, wie immer. Die aufgehende Sonne taucht das Land in ein wunderschönes Licht.

Wir sprechen nicht viel heute, denn ich habe meine Stimme verloren - weg isse!

Beim Pilgerdenkmal hab ich sie wohl liegen lassen - der Wind hat sie mir weg geweht - so einfach ist das!

Ich bin still und Natascha erzählt mir ein wenig aus ihrem Leben. Ich höre ihr gern zu, sie ist eine sehr nette Wegbegleitung und ich freue mich die Zeit mit ihr zu verbringen.

Heute sind wir gut zu Fuß, wir machen kaum Rast und ich bin immer wieder von der Landschaft fasziniert.

Meine Gedanken lasse ich schweifen, denke über die Familie, die Kinder nach und auch über mein Leben. Was sagte Michael noch: Du hast auch ne Leiche im Keller.

Nein, Michael - hab ich nicht. Ein paar Hindernisse im Alltag machen es nicht gleich zu einem problematischen Leben. Ich bin zufrieden mit dem was ich habe, mit den Kindern und auch mit meiner Ehe.

Während ich also hier so durch Spanien stapfe denke ich über mich und mein Leben nach - genauso wie es auch Natascha tut und ganz sicher viele, viele andere auch!

Endlich in Estella angekommen - nach nur 6,5 Stunden, sind wir am Ende unserer Kräfte. Wir haben keine Pause gemacht und wir sind völligst im Eimer! Wir sind einfach nur fertig und müssen an der Herberge für ein Bett anstehen. Wir beide kippen fast aus den Latschen und als wir dann endlich unser Bett zugeteilt bekommen sind wir beide froh und legen uns hin!

Ich schlafe ganz sicher ne Stunde oder mehr, das brauchte mein Körper nach der Anstrengung des Tages. Wir hätten eine Pause machen sollen! Das war ein großer Fehler einfach schnurstracks durchzulaufen!

Als wir wach werden steht zwischen unseren Betten eine geringelte Leggings. Zum Glück haben wir beide die unteren Betten bekommen, ich wäre in die oberste Etage nicht mehr gekommen, so schwach fühle ich mich! 

Natascha und ich schauen uns an und heben den Blick nach oben um die Frau zu sehen, die gestrickte und geringelte Leggings trägt (mit einer knappen Shorts drüber)! Was wir sehen verschlägt uns erstmal die Sprache - es ist der junge Mann aus Neuseeland!

Das war der Lacher des Tages, wir haben uns schlapp gelacht und uns nicht mehr beruhigen können. Wie kleine Mädchen mit einem Lachanfall - hat das gut getan so zu lachen! Ich glaube der junge Mann war ziemlich angesäuert, aber der sah echt zu blöd aus! Abends haben er und seine Freunde dann die Betten zusammen geschoben und Gitarre gespielt.

Wir haben den täglichen Einkauf erledigt und mitten in Estella dann Michael getroffen, der gerade zuhause angerufen hat.

Danach trafen wir die Runde aus Paderborn wieder, Hans und Christian, Jochen und Andrea (mir ist ihr Name wieder eingefallen), Gela, Tomas, Imri und Ulrika.

Zusammen ging es durch das Städtchen einkaufen und bummeln - die Beine vertreten :-)

Abends dann wieder Pilgermenu und dann in der Herberge die Gitarrenklänge zum besseren Einschlafen, ein schöner Tag trotz der großen Anstrengung.

Morgen kommen wir am Weinbrunnen vorbei!




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